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Knapp eine Woche nach Katrina: USA bitten EU und NATO um Hilfe

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Knapp eine Woche nach Katrina: USA bitten EU und NATO um Hilfe

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Die USA bitten um Hilfe – fast eine Woche hat Washington nach Hurrikan Katrina gebraucht, um offiziell die EU und NATO um Unterstützung zu ersuchen. Mehr als 50 Staaten sagten bereits Hilfslieferungen zu.

Die Lage vor Ort in den überfluteten Gebieten im Süden des Landes bleibt dramatisch. Leichen schwimmen im Wassser – Helfer berichten von bestialischem Verwesungsgeruch, der aus einigen Häusern strömt. Jetzt da das Wasser langsam zurückgeht, wird das ganze Ausmaß der Katastrophe mehr und mehr sichtbar. Einsatzkräfte haben mittlerweile mit der Bergung von Leichen begonnen. Befürchtet werden mehrere Tausend Tote. Außenministerin Condoleeza Rice machte sich vor Ort in den Katastrophengebieten ein Bild von der Lage und besuchte einen Gottesdienst in Alabama. Die Notlage hat eine neue Diskussion über Rassendiskriminierung ausgelöst. Nach einem Besuch im Footballstadion von New Orleans verglich der Bürgerrechtler Jesse Jackson die Notunterkünfte mit Sklavenschiffen und forderte die Behörden zum Handeln auf. Viel zu spät kam die Hilfe für die betroffenen Menschen, die meisten von ihnen sind schwarz. Zwar ist die Evkakuierung der großen Notunterkünfte von New Orleans fast abgeschlossen, in der Region warten aber immer noch rund 300 Tausend Menschen auf Rettung. Es fehlen weiterhin Nahrungsmittel, Trinkwasser, Medikamente und Kapazitäten, um die Menschen aus den Gebieten zu transportieren. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit