Eilmeldung

Eilmeldung

Bodycount - New Orleans zählt seine Toten

Sie lesen gerade:

Bodycount - New Orleans zählt seine Toten

Schriftgrösse Aa Aa

Das vom Hurrikan Katrin verwüstete New Orleans beginnt seine Toten zu zählen. Hilfskräfte am durchkämmten die Häuser nach Leichen. Aus viele Gebäuden strömt ein bestialischer Verwesungsgeruch. Die Behörden rechnen mit mehreren tausend Toten. Von Hubschraubern und Booten aus suchen die Bergungsmannschaften nach Überlebenden. Nach Ansicht des Bürgermeisters von New Orleans halten sich noch 50.000 bis 60.000 Menschen in der Stadt auf. Viele sagten den Rettungsmannschaften, daß sie ihre Wohnungen nicht verlassen wollen. Dies, so der Heimatschutzminister, sei unakzeptabel. New Orleans werde für Monate unbewohnbar sein.

Bei den Bergungsarbeiten stürzte ein Hubschrauber der Küstenwache ab. Die Besatzung konnte lebend geborgen werden. Polizisten erschossen fünf Plünderer, die eine Gruppe von Bauarbeitern überfallen hatte. Außenministerin Condoleeza Rice half in Bayou La Battre in ihrem Heimatstaat Alabama medienwirksam beim Packen von Hilfspaketen. Nach der Kritik an den Rettungsarbeiten hatte Präsident Bush sie ins Katastrophengebiet geschickt: “Ganz klar, für ältere Menschen und Kranke war es schwer aus New Orleans herauszukommen. Wir müssen uns um sie kümmern. Aber jetzt kommt es darauf an, daß ein Ruck durch dieses Land geht und wir den Menschen helfen ihre Existenz wiederaufzubauen”, sagte Rice. Eine Woche nach dem Hurrikan werden die Konturen der humanitären Katastrophe sichtbar. Rund eine Million Einwohner in drei Bundesstaaten verloren ihr Zuhause.