Eilmeldung

Eilmeldung

Präsidentschaftswahlen in Ägypten: Mubarak ist Siegessicher

Sie lesen gerade:

Präsidentschaftswahlen in Ägypten: Mubarak ist Siegessicher

Schriftgrösse Aa Aa

Endspurt im ägyptischen Präsidentschaftswahlkampf. Am Mittwoch sind rund 32 Millionen Wahlberechtigte zum Urnengang aufgerufen. Auch wenn es bei dieser Abstimmung erstmals Gegenkandidaten gibt, zweifelt niemand daran, dass Amtsinhaber Hosni Mubarak wiedergewählt wird. Der seit 1981 regierende Präsident sagte auf einer Wahlkampfveranstaltung: “Ich verspreche Ihnen, auch die nächste Amtszeit mit Enthusiasmus anzugehen. Ich verspreche Ihnen, die Verantwortung mit Ehre zu übernehmen. All das verspreche ich Ihnen, wenn Sie mir Ihr Vertrauen schenken.”

Ausländische Wahlbeobachter werden nicht ins Land gelassen. Dafür werden ägyptische Nicht-Regierungsorganisationen den Urnengang überwachen. Insgesamt sind neun Gegenkandidaten zur Wahl zugelassen worden. Als aussichtsreichster Herausforderer gilt Ayman Nour. Er witterte bereits vor der Abstimmung Wahlbetrug und mutmaßte, Mubarak plante, ihn von den Wahlen auszuschließen. “Würden wirklich freie Wahlen stattfinden, käme Mubarak auf maximal 15 Prozent”, sagte Nour nach fast zweimonatiger Haft. Noaman Gomaa ist der Spitzenkandidat der Wafd-Partei. Diese hatte in den 50er Jahren die Regierungsverantwortung in Ägypten. Der 71-jährige verspricht den Wählern mehr Rechtstaatlichkeit. Auch will er die Position von Mubarak schwächen und das Parlament entsprechend stärken. Im Vorfeld der Wahlen kam es zu kleineren Demonstrationen. In Kairo protestierten immer wieder Anhänger der linken Oppositionsbewegung Kifaya. Sie fordern den Rücktritt von Mubarak.