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Vorläufiges Ende im Textilstreit EU-China

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Vorläufiges Ende im Textilstreit EU-China

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China und die Europäische Union haben ihren Streit um Textilimporte nach Europa vorläufig beendet. Nach Marathonverhandlungen wurde beim EU-China-Gipfel in Peking ein Abkommen unterzeichnet. Nach der Neuverhandlung der EU-Einfuhrquoten können nun rund 80 Millionen Pullover, Hosen und andere chinesische Textilwaren an den europäischen Einzelhandel ausgeliefert werden. Sie lagen wochenlang in europäischen Einfuhrhäfen fest.

EU-Ratspräsident Tony Blair lehnte die Forderung nach mehr protektionistischen Maßnahmen zum Schutz von europäischen Produzenten ab. In einer globalisierten Welt müsse man sich Veränderungen anpassen und dürfe sich dem Wandel nicht widersetzen: “Meinungsverschiedenheiten wird es immer geben, wenn unser Handel zunimmt. Das haben wir ja beim Thema Textil gesehen. Wichtig ist, diese Meinungsverschiedenheiten zu lösen und dann den Austausch zwischen China und Europa weiter zu steigern.” Nach diplomatischen Quellen wurde die Freigabe durch einen Kompromiss erreicht: China und die EU teilen sich die Kosten des Importstaus in den europäischen Häfen. Die Hälfte des aktuellen Quotenüberhangs wird auf die Übergangsquote des Jahres 2006 angerechnet. Diese Übergangsquoten waren im vergangenen Juni in Shanghai vereinbart worden. Der Kompromiss bedarf noch der Zustimmung der 25 EU Staaten.