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Bush reist erneut an Golf von Mexiko - In New Orleans kann mit Abpumpen des Wassers begonnen werden

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Bush reist erneut an Golf von Mexiko - In New Orleans kann mit Abpumpen des Wassers begonnen werden

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US-Präsident George W. Bush hat zum zweiten Mal innerhalb einer Woche die von Hurrikan “Katrina” heimgesuchte Krisenregion am Golf von Mexiko bereist.

Bush gerät aufgrund des Krisenmanagements seiner Regierung zunehmend unter Druck. Kritiker bezeichneten seinen erneuten Besuch am Golf von Mexiko als “politische Show.” “Ich kann leicht sagen, morgen wird es besser sein. Ich habe ja nicht erlebt, was Sie erlebt haben”, so Bush in Mississippi. “Aber glauben Sie mir, am Ende des Tunnels wird Licht sein.” Hundert Kilometer nördlich von New Orleans wurde unterdessen eine provisorische Leichenhalle eingerichtet – in einer Lagerhalle in der Kleinstadt Saint Gabriel. Dort werden Schätzungen der Behörden zufolge tausende Leichen aufgebahrt werden, damit Gerichtsmediziner die Toten identifizieren können. Während in New Orleans die Wassermassen langsam zurückgehen, bleibt die Sicherheitslage in der Stadt angespannt. Die Polizei erschoss zwei Männer, nachdem diese das Feuer auf die Sicherheits- kräfte eröffnet hatten. Der Vize-Polizeichef der Südstaatenmetropole sagte bei einer Pressekonferenz, es gebe für Zivilisten keinen vernünftigen Grund, sich in der Stadt aufzuhalten. US-Spezialeinheiten gelang es indes einen Dammbruch zu reparieren. 700 rund 1.500 Kilogramm schwere Sandsäcke wurden über der Bruchstelle abgeworfen. Nun soll mit dem Abpumpen des Wassers begonnen werden. Dies kann nach Expertenmeinung bis zu drei Monate dauern. Das in den Strassen stehende Wasser verdreckt zunehmend – die Seuchengefahr steigt.