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EU-Parlament für Umweltregeln im Bergbau

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EU-Parlament für Umweltregeln im Bergbau

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Weniger Umweltverschmutzung durch Kohlegruben und Steinbrüche – das Europaparlament hat einer Direktive zugestimmt, die Umweltschäden verringern soll.

Die Direktive legt die Bedingungen für die Einrichtung und den Betrieb der Anlagen fest, in denen Produktionsabfälle für längere Zeit gelagert werden. Wer sie nicht erfüllt, soll nach den neuen Regeln keine Abbaugenehmigung mehr erhalten. Finanzielle Garantien der Bergbau-Unternehmen sollen sicherstellen, dass Abbau-Regionen nach Stillegung der Produktion wieder in ihren Originalzustand versetzt werden. Für Minen und Steinbrüche gab es bisher keine EU-Regeln, obwohl sie jährlich 400 Millionen Tonnen Abfallstoffe produzieren. Das entspricht 29 Prozent der in der EU anfallenden Abfälle. So sollen Schadensfälle wie im rumänischen Baia Mare vor fünf Jahren verhindert werden. Hier war ein Rückhaltebecken mit Giftstoffen gebrochen. Schmutzwasser mit 120 Tonnen Zyanid und Schwermetallen ergoss sich in die Donau und vergiftete sie bis nach Ungarn.