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Klage gegen irisches Abtreibungsgesetz

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Klage gegen irisches Abtreibungsgesetz

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Vor dem europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erheben drei Frauen Klage gegen das in Irland geltende Abtreibungsverbot. Ein Schwangerschaftsabbruch ist dort nur zulässig, wenn das Leben der Frau durch die Schwangerschaft gefährdet ist. Deshalb reisen schätzungsweise jährlich über 6000 Irinnen zum Schwangerschaftsabbruch nach England. Die Klägerinnen behaupten, das irische Abtreibungsgesetz verletze in der EU geltende Menschenrechte. 2002 wollte die irische Regierung das Abtreibungsgesetz weiter verschärfen: Auch im Falle eines Selbstmordrisikos der Frau sollte ein Abbruch verboten sein. Das Gesetzt wurde jedoch in einer Volksabstimmung mit knapper Mehrheit abgelehnt.