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Benzinpreis geben weiter nach - Briten fordern Senkung der Spritsteuer

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Benzinpreis geben weiter nach - Briten fordern Senkung der Spritsteuer

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Trotz weiter nachgebender Benzinpreise wird in Großbritannien der Ruf nach einer Kürzung der Kraftstoffsteuer lauter. Verbraucher und Fernfahrer drohten damit, Ölraffinerien zu blockieren, sollte die Regierung in London nicht die Steuer senken. Eine ähnliche Aktion hatte die britische Wirtschaft vor einigen Jahren rund 1,5 Milliarden Euro gekostet. Damals war die Blockade nach einer Woche abgebrochen worden, ohne dass die Regierung die Benzinsteuer gesenkt hätte.

Seit 1995 zieht der Spritpreis im Königreich – wie auch im übrigen Europa – stetig an. In dieser Woche erreichte er erstmals den Höchstwert von einem Pfund Sterling pro Liter, das sind umgerechnet 1,48 Euro. Unterdessen schwächte sich der Preiseffekt des Hurrikans Katrina weiter ab. Grund für diese Entspannung ist die Freigabe internationaler Reserven sowie die langsame Erholung der Ölindustrie am Golf von Mexiko. Ein noch stärkerer Preisrückgang sei durch einen Streik in französischen Raffinerien verhindert worden, hieß es am Rotterdamer Markt. In den USA sind Analysten und Verbraucher indes skeptisch, was einen nachhaltigen Rückgang der Benzinpreise angeht. “Die weltweite Nachfrage steigt weiter, vor allem in China und Indien – und damit wohl auch der Spritpreis”, meint einr Kunde an einer Tankstelle in New York. Analysten erklärten, Amerika werde sich den Luxus von billigem Kraftstoff nie wieder erlauben können.