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Bürgermeister von New Orleans ordnet Zwangsräumung an - 60 Prozent der Stadt noch überflutet

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Bürgermeister von New Orleans ordnet Zwangsräumung an - 60 Prozent der Stadt noch überflutet

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Die Einsatzkräfte in New Orleans kommen nur langsam mit ihrem Kampf gegen die Wassermassen voran. An vier Punkten in der Stadt brachen Feuer aus, die nur aus der Luft gelöscht werden können.

Der Bürgermeister der Südstaatenmetropole, Ray Nagin, verfügte unterdessen die Zwangsräumung seiner durch Hurrikan “Katrina” fast zerstörten Stadt. Die Menschen sollen nun unabhängig davon, ob sie den Wunsch äußern zu bleiben, von den Sicherheitskräften aus New Orleans entfernt werden. “Ich möchte noch einmal betonen: bitte verlassen Sie die Stadt, denn wenn Sie hier bleiben, gefährden Sie Ihre Gesundheit. Es sind Giftstoffe im Wasser, es tritt Gas aus, es kann zu Explosionen kommen”, so Nagin. 60 Prozent von New Orleans sind noch überflutet. Das Pionierkorps pumpt das Wasser rund um die Uhr in den Pontchartrain-See zurück. Dies kann noch bis zu drei Wochen daueren, weitere drei Wochen hat der Bürgermeister für die Aufräumarbeiten auf den Straßen der Stadt veranschlagt. Auch am achten Tag nach der Katastrophe gab es keinen Aufschluss über Opferzahlen. Offiziell liegen die Totenzahlen noch bei wenigen hundert, in den Wassermassen vermuten die Behörden allerdings tausende weitere Leichen. US-Präsident George W. Bush will die staatliche Hilfe für die Opfer massiv ausweiten. Heute will er im Kongress weitere umgerechnet rund 30 Milliarden Euro beantragen.