Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Nahost: Früherer palästinensischer Ggeheimdienstchef getötet


welt

Nahost: Früherer palästinensischer Ggeheimdienstchef getötet

Der frühere Chef des palästinensischen Geheimdienstes, Mussa Arafat, ist in der Nacht zum Mittwoch in Gaza-Stadt getötet worden. Nach einem Schusswechsel mit den Wachleuten Arafats stürmten maskierte Angreifer das Haus des 61-Jährigen und erschossen ihn. Der 29-jährige Sohn des Generals im Ruhestand soll palästinensischen Informationen zufolge entführt worden sein. Die bewaffnete Gruppe “Komitees der Volksbefreiung” übernahm die Verantwortung dafür. Mussa ist ein Vetter des im vergangenen November verstorbenen Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat. Er war im Sommer 2004 in einer äußerst umstrittenen Entscheidung von Jassir Arafat zum Chef des Geheimdienstes ernannt worden. Nach der Bildung der neuen Palästinenserregierung und einer Reform des Sicherheitsapparates hatte ihn Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zu einem seiner Berater gemacht. Bereits 2003 war ein Attentat auf Moussa Arafat verübt worden. Insbesondere im bewaffneten Flügel der Fatah-Bewegung hatte Moussa zahlreiche Feinde. Er hatte versucht, den Einfluss der bewaffneten Palästinensergruppen einzudämmen. Viele warfen ihm Korruption vor. Beobachtern zufolge ist das Attentat ein Zeichen des Machtkampfes im Gazastreifen. Die israelische Armee erwägt nun einen vorzeitigen Abzug, der für Mitte September geplant war.

Mehr zu:

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Nächster Artikel

welt

Kritik am Tschernobylbericht der WHO