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Wahl in Ägypten: Mubaraks Wiederwahl gilt als sicher

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Wahl in Ägypten: Mubaraks Wiederwahl gilt als sicher

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Mit einer überdurchschnittlichen Wahlbeteiligung haben in Ägypten die ersten Präsidentschaftswahlen begonnen, bei der mehrere Kandidaten antreten. Zwar zweifelt am Wahlsieg des seit 24 Jahren regierenden Husni Mubarak niemand. Trotzdem warten die Ägpter gespannt darauf, wie viele Stimmen die Opposition erhält.

Es gibt zwei Herausforderer, die dem 77-jährigen Herrscher zwar nicht gefährlich werden können, aber sie sorgen für Gesprächsstoff, der die Demokatisierung langsam vorantreiben könnte. Da wäre zum einen der Jung-Liberale Aiman Nur, Chef der erst vor acht Monaten gegründeten Ghad-Partei. Und der Alt-Liberale Numan Gumaa von der Traditionspartei Wafd. Mit dem Ergebnis wird für Freitag gerechnet. Zwei andere wichtige Oppositionsparteien boycottieren den Urnengang. Ausländische Beobachter wurden erst in allerletzter Minute zugelassen. Wahlberechtigt sind 32 Millionen Menschen.

Auch das außerparlamentarische Bündnis Kifaya (übersetzt: genug!) bezeichnet die Wahl als Farce.250 Mitglieder der Bürgerbewegung demonstrierten im Zentrum von Kairo und riefen zum Boycott auf. Sie riefen: “Im Namen der sieben Millionen Arbeitslosen sagen wir, dass Deine Kandidatur ungültig ist, Mubarak. “Der Präsident habe seinen Gegenkandidaten selbst ausgesucht, sagt ein Demonstrant. Das sei in einer Demokratie unmöglich. Im November folgen die Parlamentswahlen. Hier wird sich zeigen, ob sich der Wahlkampf für die oppostioniellen Parteien gelohnt hat.