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Belgier wollen mit Blockaden Senkung der Benzinsteuer erzwingen

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Belgier wollen mit Blockaden Senkung der Benzinsteuer erzwingen

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Nach Großbritannien drohen nun auch in Belgien Verbraucher mit Kampfmaßnahmen, um die hohen Spritpreise zu drücken. Eine Fernfahrergewerkschaft kündigte Straßenblockaden an, sollte die Regierung nichts gegen die deutlich gestiegenen Kraftstoffpreise unternehmen. Dem schlossen sich auch Taxifahrer an. Erst vor wenigen Tagen hatte ein belgischer Automobilclub eine Petition mit 100.000 Unterschriften vorgelegt, in der die Senkung der Benzinsteuer verlangt wurde.

Jean-Claude Schmit von der Fernfahrergewerkschaft UPTR deutete zwar Gesprächsbereitschaft an. Zunächst allerdings müsse die Regierung konkrete Schritte zur Senkung der Spritpreise beschließen. Er drohte mit Blockade-Aktionen, wie es sie schon im September 2000 gegeben habe. Jetzt allerdings werde die Unterstützung der Bevölkerung wesentlich größer ausfallen. Die Liberalen in der Brüsseler Koalitionsregierung plädieren dafür, jedem Steuerzahler pauschal 75 Euro zurückzuzahlen. Dagegen will der sozialistische Partner eine variable Erstattung nach den Bedürfnissen der Verbraucher. Unterdessen kam es im Raum Lüttich zu ersten Demonstrationen von Stahl- und Industriearbeitern gegen die hohen Benzinpreise.