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Flutwasser in New Orleans hochgiftig - Behörden leiten Impfungen ein

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Flutwasser in New Orleans hochgiftig - Behörden leiten Impfungen ein

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Die US-Umweltbehörde hat vor jedem Kontakt mit dem Flutwasser in New Orleans gewarnt.

Die ersten umfassenden Tests ergaben gefährlich hohe Konzentrationen von Coli-Bakterien und Blei. In den Fluten treiben Leichen, Müll, Industrieabfälle und Benzin aus den vielen überfluteten Autos. Fünf Menschen starben bislang nach Kontakt mit dem Wasser. “Es besteht akute Seuchengefahr”, so ein Polizeisprecher. “Wir sind in Sorge vor Hepatitis und vor anderen Infektionskrankheiten.” Rund 10.000 Menschen halten sich noch in der Stadt, die einst 500.000 Einwohner zählte, auf. Der Bürgermeister von New Orleans hat ihre Zwangsevakuierung angeordnet. Wer den Befehl jedoch umsetzen soll, ist bislang unklar. Die Armee kündigte an, sie werde sich nicht beteiligen. Unterdessen stoßen die Rettungskräfte immer wieder auf schauerliche Funde: 32 Bewohner eines Altersheimes ertranken in den Fluten – in einem Vorort von New Orleans, der von den Überschwemmungen mit am stärksten betroffen war. Die Menschen sollen zu krank gewesen sein, um ihr Heim zu verlassen, niemandhabe sie evakuiert, hieß es in US-Medienberichten. Die Behörden haben indes mit groß angelegten Hepatitis- und Tetanus-Impfungen begonnen – zum Schutz für die, die Hurrikan “Katrina” überlebt haben aber auch für die, die vor Ort im Rettungseinsatz sind.