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Nach Präsidentenwahl in Ägypten: Höhere Wahlbeteiligung als erwartet, aber Vorwürfe wegen Unregelmäßigkeiten

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Nach Präsidentenwahl in Ägypten: Höhere Wahlbeteiligung als erwartet, aber Vorwürfe wegen Unregelmäßigkeiten

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Betrugsvorwürfe überschatten die historische Präsidentenwahl in Ägypten. Gestern abend schlossen die Wahllokale in dem nordafrikanischen Land, in dem zum ersten Mal in der Geschichte eine Präsidentenwahl mit mehreren Kandidaten stattfand. Oppositionsanhänger und Bürgerrechtler kritisierten den Ablauf der Abstimmung.

Einige Wahlbeobachter berichteten davon, an ihrer Arbeit gehindert worden zu sein. Ein Anwalt äußerte, seinem Team sei es sogar gänzlich untersagt worden, den ordnungsgemäßen Ablauf der Wahl zu überwachen.

Während einige Oppositionspolitiker den Einsatz von Spezialtinte lobten, um doppelte Stimmabgaben zu verhindern, war die Tinte Augenzeugenberichten zufolgein Wahlbüros in Kairo, Alexandria und zwei weiteren Provinzen abwaschbar. Die Wahlbeteiligung war ersten Angaben zufolge nicht hoch, aber deutlich höherals bei früheren Abstimmungen oder bei dem Verfassungsreferendum im vergangenen Mai, das den Weg für die Präsidentenwahl geebnet hatte.

An dem Sieg von Amtsinhaber Hosni Mubarak zweifelt jedoch niemand. Bisher hatte sich der 77-jährige, der seit 1981 an der Spitze des ägyptischen Staates steht, alle sechs Jahre durch ein Referendum bestätigen lassen. Wahlergebnisse werden erst am Freitag oder Samstag erwartet.