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Ostsee-Pipeline soll russisches Gas nach Greifswald leiten

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Ostsee-Pipeline soll russisches Gas nach Greifswald leiten

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Deutschland und Russland haben den Bau einer Erdgas-Pipeline durch die Ostsee vereinbart. Der russische Präsident Wladimir Putin hält sich zur Vertragsunterzeichnung für einen Tag in Deutschland auf. Durch die Leitung soll von 2010 an russisches Erdgas nach Deutschland und Westeuropa befördert werden. Die knapp 1200 Kilometer lange Erdgasleitung auf dem Grund der Ostsee von Wyborg an der russisch-finnischen Grenze nach Greifswald soll von den deutschen Konzernen E.ON und BASF mit dem russischen Unternehmen Gasprom gebaut werden. Gasprom hält 51 Prozent des Gemeinschaftsunternehmens. Das Projekt ist auf 4,6 Milliarden Euro veranschlagt.

Bei maximaler Auslastung sollen 2010 jährlich bis zu 30 Milliarden Kubikmeter Gas durch die Leitung strömen, knapp ein Drittel des jährlichen Verbrauchs in Deutschland. Später ist eine Verlängerung der Leitung durch die Nordsee bis nach Großbritannien vorgesehen. Kanzlerkandidatin Angela Merkel hatte kritisiert, beim Ausbau der direkten Beziehungen zu Moskau würden die östlichen Nachbarn Deutschlands brüskiert.