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Katrina: Cheney besichtigt Katastrophengebiet

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Katrina: Cheney besichtigt Katastrophengebiet

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US-Vize-Präsident Dick Cheney hat sich vor Ort in New Orleans ein Bild von den Schäden durch Hurrikan “Katrina” gemacht. Dabei sprach er dem Chef der Nationalen Sicherheitsbehörde Michael Chertoff sein Vertrauen aus. Chertoff und Michael Brown, der Direktor des Katastrophenschutzamtes, waren wegen ihres angeblich unzureichenden Krisenmanagements zuletzt heftig kritisiert worden.Vor Ort wurde Cheney nicht nur freundlich empfangen. Ein junger Mann beschimpfte ihn mit obzönen Worten. Viele Bewohner der Krisenregion empfanden den Besuch des Regierungsvertreters als zu spät und deshalb als Zeitverschwendung. Eineinhalb Wochen nach der Hurrikankatastrophe ist das Flutwasser in New Orleans so stark mit Bakterien und Chemikalien verseucht, dass Einwohner und Retter eindringlich vor jedem Kontakt mit dem Wasser gewarnt wurden. Trotz der Gefahr wurde bislang noch nicht mit der angeordneten Zwangsevakuierung begonnen. Fieberhaft arbeiten Rettungskräfte daran, die gebrochenen Deiche abzudichten. Für die Katastrophengebiete wurden 25 000 Leichensäcke bereitgestellt. Die Gesamtzahl der Toten ist aber nach wie vor völlig ungewiss.

Unterdessen erreichte der Tropensturm “Ophelia”, der fast bewegungslos vor der Küste Floridas liegt, Hurrikanstärke. Noch ist unklar, ob er zu einer Bedrohung für das Festland wird.