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Ölpreishausse im Fokus der EU-Finanzminister


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Ölpreishausse im Fokus der EU-Finanzminister

Auf dem informellen Treffen der Euro-Gruppe im nordenglischen Newcastle haben die Wirtschafts- und Finanzminister aus den Euro-Staaten am Freitag über die Folgen der steigenden Rohölpreise für Europas Wirtschaft beraten. Wirtschafts- und Währungskommissar Joaquin Almunia forderte die Minister auf, sich den zu erwartenden Auswirkungen zu stellen. Pessimismus sei aber fehl am Platze.

Almunia befürchtet, daß höhere Ölpreise das Vertrauen der Verbraucher negativ beeinflussen, zu einem Anstieg der Inflation und einem Rückgang des privaten Verbrauchs führen und so das Wachstum drücken. Die Europäische Zentralbank senkte in der vergangenen Woche ihre Wachstumsprognose für die Euro-Zone auf 1,3 %. Angesichts der starken Preissteigerungen beim Erdöl drohte der französische Wirtschafts- und Finanzminister Thierry Breton mit einer Sondersteuer auf die Gewinne der Ölfirmen. Die Konzerne müssten Bürgersinn zeigen und in der derzeitigen Marktlage auf Extraprofite verzichten, sagte Breton am Donnerstag im französischen Fernsehen. Er erwarte von den Unternehmen konkrete Vorschläge zur Senkung der Preise. Der Staat werde seine aus der Benzinpreishausse erwachsenden Steuermehreinnahmen den Bürgern erstatten. So sollen die vier Millionen ärmsten Franzosen vom Staat jeweils 75 Euro Zuschuss zum Kauf von Heizöl erhalten. Die Transportunternehmen bekommen Nachlässe bei der Gewerbesteuer.
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