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Suche nach Überlebenden in New Orleans fortgesetzt

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Suche nach Überlebenden in New Orleans fortgesetzt

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Im Katastrophengebiet im Süden der USA wird mit bis zu 10 000 Toten gerechnet. Doch die Anzahl der bislang entdeckten Leichen ist viel geringer: Im Bundesstaat Mississippi sind es mehr als 200 und in Louisiana 118. Die Straßen des vom Wirbelsturm Katrina zerstörten und überschwemmten New Orleans bieten ein Bild des Grauens: Tote auf den Straßen, Appelle um Hilfe auf den Häusern. Polizei und Armee sind weiterhin auf der Suche nach Überlebenden, die dazu überredet werden, die Stadt zu verlassen. Wo vor Tagen noch rund eine halbe Million Menschen lebten, sind es nach Schätzungen nur noch etwa 10 000. Für die Opfer der gesamten Region stehen inzwischen umgerechnet mehr als 62 Milliarden Dollar bereit – Präsident George W. Bush unterzeichnete ein entsprechendes Gesetz. Bush, der wegen der langsamen Reaktion seiner Regierung auf die Katastrophe heftig kritisiert wird, trat persönlich vor die Kameras. Er teilte unter anderem mit, dass jede vom Wirbelsturm vertriebene Familie 2000 Dollar Hilfe erhalten solle, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen. Er verlas sogar Telefonnummern, über die die Betroffenen nähere Auskünfte erhalten können. Während sich Politiker wie der frühere Außenminister Colin Powell kein Blatt vor den Mund nehmen, protestierten in Washington mehrere hundert Menschen gegen das Krisenmanagement der Regierung.