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EU-Finanzminister fordern Benzinsparen und mehr Investionen in Ölförderung

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EU-Finanzminister fordern Benzinsparen und mehr Investionen in Ölförderung

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Die Finanzminister der Europäischen Union haben angesichts der hohen Ölpreise die Mineralölkonzerne am Samstag aufgefordert, mehr in die Suche nach neuen Öllagerstätten und in höhere Raffineriekapazitäten zu investieren.

In der der Schlusserklärung des Ministerrats in Manchester riefen sie die USA und China zum Energiesparen auf. Die EU-Mitgliedsstaaten wurden ermahnt, eine wettbewerbsverzerrende Unterstützung einzelner Branchen zu unterlassen. Frankreich und die Niederlande hatten bei der letzten Explosion des Ölpreises vor einigen Jahren ihren Frächtern unter die Arme gegriffen. Dies hatte zu erheblichen Spannungen im Ministerrat geführt. In Frankreich senkten Total und BP ihre Benzinpreise. Ob die Konzerne auf den Druck des Finanzminister reagieren, der ein Preissenkung gefordert hat, oder nur einen Preisrückgang an die Kunden weitergeben ist unklar. An den Börsen gab der Terminkontrakt für Bleifreies Benzin diese Woche um 10,3 % auf den niedrigsten Stand seit fast einem Monat nach. Doch für viele Autofahrer ist sind die Benzinpreise immer noch zu hoch, ein Ausflug über die Grenze in ein Land mit niedrigen Mineralölsteuern wie Polen, lohnt sich immer öfter. Auch an der deutsch-tschechischen Grenze blüht der Tanktourismus. An der Grenze achtet der Zoll verstärkt auf private Benzinimporte. Erlaubt ist nur ein einziger Kanister mit maximal 20 Litern; darübergehende Mengen müssen nachverzollt werden – und das wird teuer.