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Katrina: Oberster Katastrophen-Manager muss seinen Platz räumen

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Katrina: Oberster Katastrophen-Manager muss seinen Platz räumen

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Die schleppende Hilfe für die Opfer des Hurrikans Katrina hat jetzt erste personelle Konsequenzen. Der Chef der Behörde für Katastrophenmanagement, Michael Brown, ist von seiner Aufgabe vor Ort entbunden worden. Brown kehrt nach Washington zurück, bleibt aber weiterhin Leiter der Behörde. Die Hilfsleistungen werden ab sofort von Vize-Admiral Thad Allen von der US-Küstenwache übernommen.

Nach wie vor sind Soldaten und Polizei in New Orleans damit beschäftigt, die verbliebenen Bewohner der teilweise überfluteten Stadt zum Verlassen ihrer Häuser zu bewegen. Einige leisten dabei erheblichen Widerstand, heisst es. Bislang sei nach Behördenangaben aber noch keine Gewalt angewendet worden, um die Menschen aus der Stadt zu drängen.

Nach Einschätzung von Terry Ebbert, dem Chef des lokalen Heimatschutzes, könnte es bei der Hurrikan-Katastrophe deutlich weniger Todesopfer gegeben haben als zunächst befürchtet. Bürgermeister Ray Nagin hatte zunächst von tausenden Opfern gesprochen. Nach tagelangem Pumpen sind Medienberichten zufolge nun 40 Prozent der Stadt trocken gelegt. Im übrigen Teil steht das mit Bakterien und Chemikalien verseuchte Wasser teilweise noch meterhoch. Heimatschutzminister Michael Chertoff bezeichnete die Reinigungsarbeiten als schwierige Herausforderung.