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Ägyptische Opposition protestiert gegen Wiederwahl Mubaraks

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Ägyptische Opposition protestiert gegen Wiederwahl Mubaraks

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Rund 1500 Menschen haben in Kairo gegen die Wiederwahl des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak demonstriert. Sie warfen der Regierung Wahlbetrug vor. Die Polizei griff während der rund dreistündigen Demonstration nicht ein.

“Die Wahl Mubaraks ist illegitim und ungültig in diesem Land. Wir akzeptieren ihn nicht als unseren Präsidenten. 24 Jahre sind genug,” sagt eine Demonstrantin. 24 Jahre, solange ist Hosni Mubarak bereits im Amt. Das er jetzt für weitere sechs Jahre gewählt wurde, damit will sich die Opposition nicht abfinden. Bei einer Wahlbeteiligung von gerade mal 23 Prozent erhielt Mubaraks härtester Gegenspieler, Ayman Nour von der liberalen Ghad-Partei nur 7,6 Prozent der Stimmen. “Wir haben die Auszählung beobachtet,” sagte Nour, “nachdem alle Wahlbezirke bis auf drei ausgezählt waren, hatte ich 32,5 Prozent. Es ist unmöglich, dass ich nach Auszählung der restlichen drei auf 7,5 Prozent abgesunken bin. Das gibt`s einfach nicht.” Nach Schätzungen der grössten Menschenrechtsorganisation des Landes sind bei der Wahl tatsächlich 10 bis 15 Prozent der abgegebenen Stimmen manipuliert worden. Das habe jedoch keinen Einfluss auf den Sieg Mubaraks gehabt. Der 77-Jährige hatte bei der Abstimmung am Mittwoch über 88 Prozent der Wählerstimmen erhalten.