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Israel: Regierung stimmt für Aufhebung der Militärverwaltung im Gazastreifen

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Israel: Regierung stimmt für Aufhebung der Militärverwaltung im Gazastreifen

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Am späten Sonntagabend wird Israel mit dem Abzug der letzten Soldaten aus dem Gazastreifen beginnen. Montagmorgen um 8 Uhr Ortszeit soll die Räumung abgeschlossen sein – 38 Jahre israelische Besatzung sind dann zu Ende.

Im August waren bereits alle jüdischen Siedlungen zum Teil gegen erheblichen Widerstand aufgelöst worden. Ägyptische Soldaten werden die Grenze, auch als Philadelphi-Route bezeichnet, kontrollieren. Über den Status des Gazastreifens nach dem israelischen Abzug herrscht indes weiter Uneinigkeit. Während die israelische Regierung auf einer Kabinettssitzung die Militärverwaltung des Gebiets offiziell aufhob, fordern die Palästinenser, dass Israel auch die Kontrolle über Luftraum und Seegebiet sowie den Grenzübergang Rafah aufgibt. Die rund 750 an der 14 Kilometer langen Südgrenzestationierten ägyptischen Soldaten sollen den Schmuggel von Waffen in den Gazastreifen unterbinden. Die ersten Soldaten trafen bereits ein. Die Verlegung der Truppen in die Nähe des Flüchtlingslagers Rafah soll im Laufe der kommenden Woche abgeschlossen sein. Unterdessen entschied die israelische Regierung, die Synagogen im Gazastreifen nicht abzureißen. Die Gebäude sollten intakt hinterlassen werden, hieß es, auch wenn ihre Schändung durch militante Palästinenser befürchtet werden müsse.