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Katrina reisst Bush in Umfrage-Tief

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Katrina reisst Bush in Umfrage-Tief

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Am Jahrestag der Anschläge vom 11.September 2001 wird US-Präsident George W. Bush heute in den vom Wirbelsturm Katrina verwüsteten Bundesstaaten Louisiana und Mississippi erwartet. Es ist der dritte Besuch des Präsidenten in der Katastrophenregion. Ob dadurch sein Ansehen in der Bevölkerung wieder steigt, bleibt abzuwarten. Jüngsten Umfragen zufolge stehen nur noch 38 Prozent der Amerikaner hinter ihm. Das ist der niedrigste Wert seiner bisherigen Amtszeit. 53 Prozent sind mittlerweile davon überzeugt, dass Bush in Krisensituationen nicht die richtigen Entscheidungen treffen könne. Unterdessen gibt es in New Orleans erste Hoffnungsschimmer. Die Behörden gehen von deutlich weniger Toten aus als zunächst befürchtet. Zudem geht das Abpumpen des verseuchten Wassers offenbar schneller voran als angenommen. Experten schätzen, dass die überschwemmte Stadt bis Oktober trocken gelegt werden kann. Ursprünglich hatten die Behörden dafür mindestens 80 Tage veranschlagt. In New Orleans sollen sich jetzt noch etwa 5000 Menschen aufhalten, die ebenfalls evakuiert werden sollen. Die Rettungskräfte sind mit der Versorgung der Evakuierten offenbar stellenweise immer noch überfordert. So warten z.B. die Menschen im Astrodome von Houston in Texas, der als Notlager für Sturmopfer dient, bislang vergeblich auf die versprochene finanzielle Soforthilfe. Rotes Kreuz und Katastrophenschutzbehörde gäben widersprüchliche Informationen dazu, hiess es. Das amerikanische Rote Kreuz sucht 40 000 Freiwillige, um den Hurrikan-Opfern zu helfen.