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Umstrittene Postreform zentrales Thema der Unterhauswahlen in Japan

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Umstrittene Postreform zentrales Thema der Unterhauswahlen in Japan

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Es ging um die Rente, um den Irak-Einsatz, die Beziehungen zu China – vor allem aber ging es um die Postreform, dem Herzstück der von Koizumi geplanten Wirtschafsreformen. Ein entsprechendes Gesetzespaket war am achten August im Parlament durch Gegner in den eigenen Reihen gescheitert. Daraufhin hatte der Regierungschef die Neuwahlen angesetzt.

Koizumi will die Post privatisieren. Bis 2017 soll der größte Finanzdienstleiter der Welt in vier selbständige Einheiten aufgeteilt werden. Rund 400 Tausend Mitarbeiter sind bei dem Koloss beschäftigt, der Ersparnisse und Lebensversicherungen im Wert von knapp drei Billionen Euro verwaltet. Ohne Personalabbau, vor allem in den ländlichen Gebieten, lässt sich die Reform nicht bewerkstelligen. Und: die Privatbanken fürchten ihren potentiellen neuen Konkurrenten, der ein sehr viel dichteres Filialnetz besitzt als die Mitbewerber.