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Nach dem israelischen Gaza-Abzug: Palästinenser setzen Synagogen in Brand

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Nach dem israelischen Gaza-Abzug: Palästinenser setzen Synagogen in Brand

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Brennende Synagogen im Gazastreifen – der Streit um die verbliebenen Gotteshäuser führte nach dem israelischen Abzug zu den erwarteten Schändungen. Wie hier in Neve Dekalim zertrümmerten Palästinenser Fensterscheiben und setzten die Gebäude in Brand. Die israelische Regierung hatte in einer Kabinettssitzung am Sonntag beschlossen, die rund 20 Synagogen nicht abzureißen. Zur Verärgerung der Palästinenser, für die sie ein Symbol der Besatzung darstellen.

“Die Juden haben alle religiösen Symbole aus den Synagogen entfernt”, sagte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, “wir sind gläubige Moslems, wir sind uns der Heiligkeit dieser Stätten bewusst, aber so, wie die Israelis sie hinterlassen haben, sind sie nicht mehr zu nutzen.” Die Palästinenserführung will die Synagogen so schnell wie möglich zerstören. Neben der Beseitung der Trümmer und dem Wiederaufbau gilt es nun, die noch strittigen Fragen zwischen Israel und den Palästinensern zu klären, so etwa die Öffnung der Grenze zu Ägypten, und die Kontrolle über Luftraum und Seehäfen.