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Wahlen in Norwegen

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Wahlen in Norwegen

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Den Norwegern geht es gut. Und das ist sogar amtlich: Laut Berechnungen der Vereinten Nationen hat das Land den höchsten Lebensstandard der Welt. Vollbeschäftigung, eines der höchsten pro-Kopf-Einkommen, eine florierende Wirtschaft. Die Kapitalreserven aus der Öl- und Gasgewinnung bescheren dem Land regelmäßig einen Haushaltsüberschuss. Und die Einnahmen wachsen rasant. Norwegen ist der drittgrößte Ölexporteur weltweit. Über einen 1990 etablierten Ölfonds werden die Öleinnahmen im Ausland angelegt. Während der sozialdemokratische Oppositionschef Stoltenberg nun mehr Geld für das Schul- und Gesundheitswesen ausgeben will, befürwortet der christdemokratische Ministerpräsident Bondevik Steuererleichterungen für die Bürger.

Die Fortschrittspartei schließlich will mit den Ölgeldern einen stabilen, niedrigen Benzinpreis garantieren. Anders als in anderen europäischen Ländern entzündet sich der politische Streit in Norwegen also daran, wie man das Geld am besten ausgibt. Ein Thema, vor dem alle Parteien im hitzig geführten Wahlkampf zurückschreckten, ist eine neue Volksabstimmung zur EU. Zwei Mal hatten die Norweger bereits gegen einen Beitritt zur Union votiert.