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Chinesen erstmals Aussteller auf IAA - Billig-Autos sollen Europa erobern

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Chinesen erstmals Aussteller auf IAA - Billig-Autos sollen Europa erobern

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Bei der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt werden in diesem Jahr etwa 80 Neuheiten präsentiert. Ein Aussteller steht ganz besonders im Rampenlicht, obwohl Technik und Qualität seiner Autos von her von der Konkurrenz eher belächelt werden: die Chinesen.

Aber Vorsicht, warnen Analysten. In Zeiten hoher Spritpreise könnte auch vielen Europäern ein Auto reichen, das sie einfach nur von A nach B bringe. Die Chinesen wollen über den Preis die internationalen Märkte erobern. Dabei haben sie nahezu regelmäßig mit dem Plagiats-Vorwurf zu kämpfen. Nach der japanischen und koreanischen kommt auf die Traditionshersteller in Europa und den USA nun die chinesische Welle zu. Allein in der ersten Jahreshälfte produzierten die Chinesen 2,8 Millionen eigene Fahrzeuge. 2004 waren es insgesamt noch 2,3 Millionen. Der von der Regierung in Peking unterstützte automobile Invasionsversuch in Europa kommt indes eher einem Ausbruch gleich. Der Heimatmarkt ist hoffnungslos übersättigt, die Branche leidet an Überproduktion. Die Chinesen hoffen auf einen Durchbruch in Europa, der sich nach Meinung von Fachleuten aber noch zehn Jahre hinziehen kann. Bis dahin müssen die Autos “made in China” ihre Leistungsfähigkeit erst noch beweisen.