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Dritte Nacht der Gewalt in Belfast - 60 verletzte Polizisten

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Dritte Nacht der Gewalt in Belfast - 60 verletzte Polizisten

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In der dritten Nacht hintereinander haben sich protestantische Extremisten mit der Polizei in Belfast heftige Straßenschlachten geliefert. Hauptsächliche jugendliche Demonstranten bewarfen die Sicherheitskräfte mit Molotov-Cocktails und anderen Wurfgeschossen. Bislang wurden bei den Ausschreitungen 60 Polizisten verletzt, 63 Menschen wurden verhaftet.

Der Straßenverkehr kam zum Erliegen, als viele Pendler die Stadt aus Angst vor neuer Gewalt frühzeitig verließen. Auslöser der Unruhen war das Verbot des traditionellen Marsches des protestantischen Oranier-Ordens durch katholische Viertel. Viele Protestanten bezeichnen die nächtlichen Zusammenstöße in der britischen Provinz als Reaktion auf Gewalt von Seiten der Republikaner, wie auch diese Frau. Unerwähnt läßt sie aber, dass sich viele Katholiken von dem alljährlichen Marsch des sektiererischen Oranier-Ordens durch ihre Viertel provoziert fühlen. Die jüngsten Vorfälle könnten weitere negative Auswirkungen auf den ins Stocken geratenen Friedensprozess in Nordirland haben. Außerhalb Belfasts wurde eine katholische Kirche beschädigt und ein Friedhof geschändet – aber auch mehrere protestantische Einrichtungen wurden militant angegriffen.