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Hohe Benzinpreise: Panikkäufe in Großbritannien, Staatshilfen in Frankreich

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Hohe Benzinpreise: Panikkäufe in Großbritannien, Staatshilfen in Frankreich

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Im Kampf gegen die hohen Benzinpreise haben inzwischen zahlreiche europäische Regierungen Initiativen ergriffen. Sie wollen dadurch drohenden Protestaktionen von Verbrauchern entgegen wirken. So hatten in Großbritannien Spekulationen über Versorgungsengpässe für erhebliche Unruhe unter Autofahrern gesorgt. In einigen Städten kam es zu Panikkäufen an Tankstellen.

Unterdessen verlangte der britische Finanzminister Gordon Brown gemeinsame internationale Anstrengungen, um die Ölpreise wieder zu drücken und die Märkte langfristig zu stabilisieren. Zudem müsse die OPEC bei ihrem Treffen in der nächsten Woche auf den wachsenden Rohölbedarf mit steigender Förderung reagieren, sagte Brown auf einem Gewerkschaftskongress im Seebad Brighton. Doch die Produktionsländer haben auf die Preisgestaltung nur begrenzt Einfluss. Von den Verkaufseinnahmen eines Liters Benzin in der EU gehen nur 16 Prozent an die Rohöllieferanten. 68 Prozent des Benzinpreises machen Steuern aus. Einige EU-Staaten planen daher, einen Teil ihrer steuerlichen Mehr-Erlöse an die Verbraucher zurückzugeben. In Frankreich kündigte Premierminister Dominique de Villepin an, die Landwirte mit Treibstoffhilfen in Höhe von 30 Millionen Euro zu entlasten. Die Pariser Regierung will zudem den Anteil von günstigeren Biokraftstoffen bis 2015 auf zehn Prozent steigern.