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Aktionstag in Großbritannien gegen hohe Benzinpreise

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Aktionstag in Großbritannien gegen hohe Benzinpreise

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In Großbritannien haben Spediteure mit Demonstrationen gegen hohe Benzinpreise begonnen. Landesweite Proteste vor Raffinerien und Autobahnblockaden sollen die Regierung unter Druck setzen, ähnlich wie kontinentaleuropäische Länder die Mineralölabgabe zu senken oder dem Transportgewerbe Steuererleichterungen zuzugestehen. Der Aktionstag erinnert die Briten an das Jahr 2000, als ähnliche Proteste zu massiven Störungen im Straßenverkehr und wirtschaftlichen Schwierigkeiten führten.

Finanzminister Gordon Brown sagte auf dem Jahreskongress des Gewerkschaftsverbandes, der hohe Ölpreis fordere globale konzertierte Anstrengungen – etwa von Seiten der Organisation Erdöl exportierender Länder oder der Weltbank.

Auf die Forderungen der heutigen Proteste, die außer von den Spediteuren auch noch von Landwirtschaftsverbänden unterstützt wird, ging Brown jedoch nicht ein. Das britische Transportgewerbe zahlt mit Abstand die höchste Mineralölabgabe auf den Dieselpreis in ganz Europa. So liegt der Preis für einen Liter Diesel in Großbritannien bei 1,32 Euro. Zum Vergleich: in Deutschland etwa bezahlt man dafür momentan 1,18 Euro.