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Aktionstag in Großbritannien gegen hohe Benzinpreise: Blockaden, Chaos und Versorgungsknappheit bleiben aus

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Aktionstag in Großbritannien gegen hohe Benzinpreise: Blockaden, Chaos und Versorgungsknappheit bleiben aus

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Der Protest britischer Spediteure gegen hohe Benzinpreise ist ruhiger verlaufen als erwartet. Angekündigte Blockaden von Raffinerien und Autobahnen blieben aus. Dennoch kam es zu panikartigen Benzinkäufen – zu tief schien bei Autofahrern die Erinnerung an 2000 zu sitzen. Damals gab es in der Folge von Protest-Blockaden gegen hohe Benzinpreise an 90 Prozent der britischen Tankstellen kein Benzin mehr.

Der Aktionstag verlief für die Organisatoren nur wenig erfolgreich. Statt der erwarteten großen Zahl von Demonstranten kamen nur wenige, um ihren Unmut über den teuren Sprit auszudrücken. Ziel des Protests ist, die britische Regierung unter Druck zu setzen, ähnlich wie in kontinentaleuropäischen Ländern die Mineralölabgabe zu senken oder dem Transportgewerbe Steuererleichterungen zuzugestehen. Britische Transportunternehmen zahlen mit Abstand die höchste Mineralölabgabe in ganz Europa. So liegt der Preis für einen Liter Diesel in Großbritannien bei 1,32 Euro, Normalbenzin kostet mancherorts sogar über 1,50 Euro pro Liter.