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Al-Qaida übernimmt Verantwortung für Anschlagsserie im Irak

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Al-Qaida übernimmt Verantwortung für Anschlagsserie im Irak

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Es war einer der blutigsten Tage im Irak seit Anfang des Jahres. Bei einer Serie von Bombenexplosionen im Stadtgebiet von Bagdad wurden insgesamt bis zu 150 Menschen getötet und mehr als 240 weitere verletzt.

Die erste Detonation ereignete sich in einem vornehmlich von Schiiten bewohnten Stadtteil im Norden Bagdads. Nach angaben der Polizei zündete ein Selbstmordattentäter einen Sprengsatz in Mitten einer Gruppe von Männern, die auf einem Platz auf Arbeit warteten. Dabei kamen mindestens 80 Menschen ums Leben. In der Folge explodierten in der irakischen Hauptstadt noch zehn weitere Autobomben. Zu den Anschlagszielen gehörten unter anderem eine Brennstoff-verteilungsgelle, zwei US-Militärkonvois und Angehörige der irakischen Nationalgarde. Auf einer Internetseite übernahem die Terrororganisation Al-Qaida die Verantwortung für die Anschläge. Die Angriffe seien Reaktion auf die Offensive der irakischen und amerikanischen Armee gegen Aufständische im nordirakischen Tel Afar, hieß es. Seit Beginn der Offensive wurden 157 Menschen getötet, 440 Verdächtige festgenommen und 34 Waffenverstecke entdeckt. Auf das Konto von Al-Qaida geht vermutlich auch ein Vorfall in Taji, rund 15 Kilometer nördlich von Bagdad. Dort hatten Unbekannte, die sich als irakische Soldaten verkleidet hatten, 17 Männer aus ihren Häusern geholt und sie erschossen.