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Trichet warnt wegen hoher Ölpreise vor Inflationsrisiken

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Trichet warnt wegen hoher Ölpreise vor Inflationsrisiken

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Angesichts der weiter hohen Ölpreise hat die Europäische Zentralbank vor Inflationsrisiken in der Eurozone gewarnt. Die Entwicklung der Teuerung werde daher sehr genau beobachtet, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments in Brüssel.

Trichet ließ jedoch nicht erkennen, dass die EZB deshalb ihre Geldpolitik ändern könnte. Der wichtigste Leitzins liegt auf dem niedrigen Niveau von zwei Prozent. Für das laufende Jahr erwartet Trichet eine durchschnittliche Inflationsrate von 2,1 bis 2,3 Prozent. Für 2006 zwischen 1,4 und 2,4 Prozent. Diese Zahlen könnten wegen der Ölpreisentwicklung aber noch korrigiert werden. Zugleich hielt Trichet an seiner Konjunktureinschätzung fest. Das Wachstum werde in der zweiten Jahreshälfte an Fahrt gewinnen. Die EZB unterstützt die am Wochenende in Manchester vereinbarte Linie der EU, angesichts der hohen Benzinpreise auf wettbewerbsverzerrende Steuermaßnahmen zu verzichten. Die Finanzminister hatten sich darauf verständigt, Benzin und Öl nicht über Steuersenkungen zu verbilligen.