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EU-Gericht setzt Strafe gegen DaimlerChrysler drastisch herab

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EU-Gericht setzt Strafe gegen DaimlerChrysler drastisch herab

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DaimlerChrysler hat vor dem EU-Gericht Erster Instanz einen Sieg gegen die Europäische Kommission errungen: Der Autokonzern muss nach dem Urteil der Richter nicht wie von Brüssel verlangt knapp 72 Millionen Euro Bußgeld berappen, sondern nur gut 10 Millionen. Die Kommission hatte gegen das Unternehmen in drei Fällen Bußgeld wegen illegaler Behinderung von Autoverkäufen in Deutschland, Spanien und Belgien verhängt. Dagegen hatte DaimlerChrysler 2001 vor dem Gericht geklagt.

Die Richter befanden, dass der Autogigant in Deutschland und Spanien nicht wie behauptet günstige Mercedes-Parallelimporte für Leasingfirmen behinderte. Dagegen bestätigten sie den Vorwurf, dass DaimlerChrysler in Belgien mit ungerechtfertigten Absprachen gegen angebliche Preisschleuderei beiMercedes-Autos vorging. In diesem Fall hielt das Gericht das Bußgeld von 9,8 Millionen Euro aufrecht. Die Kommission will nun prüfen, ob sie Berufung einlegt. Zwei Monate hat sie Zeit dazu. Schon zuvor hatte das Gericht Erster Instanz Wettbewerbsstrafen gegen Volkswagen und Opel gekippt oder herabgesetzt.