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Bush kündigt riesiges Hilfsprogramm an

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Bush kündigt riesiges Hilfsprogramm an

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In seiner ersten großen Fernsehansprache nach Hurrikan Katrina hat George W. Bush erneut die Verantwortung für das schlechte Krisenmanagment übernommen. Der durch schwache Umfragewerte stark angeschlagene US-Präsident sagte in New Orleans: Keine Regierungs-Ebene sei gut koordiniert und in den ersten Tagen seien alle überfordert gewesen. Die Amerikaner hätten Recht, wenn sie ein effektiveres Handeln in solchen Notsituationen forderten. Und wenn die Regierung dabei versage, dann sei er als Präsident für das Problem verantwortlich – und für dessen Lösung.

Das überflutete New Orleans, so versprach Bush, solle wieder aufgebaut werden. Dazu kündigte er enorme Hilfsmaßnahmen an. Die Regierung werde den Großteil der Kosten für die Instantsetzung der Infrastruktur übernehmen. In der historischen Altstadt, dem French-Quarter, werden an diesem Wochenende erstmals wieder Jazzclubs und Bars geöffnet sein. Auch in der vom Hurrikan zerstörten Küstenstadt Biloxi machen sich viele Bewohner an die Aurfräumarbeiten. Das stehende Wasser bereitet vielerorts immer noch große Probleme. Experten nehmen Wasserproben, um eine eventuelle Verseuchung feststellen zu können. Denn unter der Wasseroberfläche werden noch viele Leichen vermutet. Bisher wurden 800 Todesopfer gezählt.