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Gewalt und Analphabetentum beeinträchtigen Wahlen in Afghanistan

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Gewalt und Analphabetentum beeinträchtigen Wahlen in Afghanistan

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Hohes Sicherheitsaufgebot vor den Wahlen in Afghanistan am kommenden Sonntag. 100 000 afghanische und mehr als 30 000 internationale Soldaten sollen sicherstellen, dass die erste Parlamentswahl seit 36 Jahren stattfinden können.

Zur Auswahl stehen rund 3000 Bewerber. Viele Wähler sind skeptisch. Ein Passant: “Die meisten Menschen im Land sind Analphabeten. Für sie wird es sehr schwer, ihren Kandidaten auf dem Wahlschein wiederzufinden.” Wahlleiter Peter Erben hat Wahllisten drucken lassen, auf denen jedem Kandidaten ein Bildsymbol zugeordnet ist: “Ich glaube, Analphabeten werden ihre Probleme haben. Aber wir haben versucht, dem abzuhelfen. Wir haben Muster-Wahlscheine herausgegeben, um den Wählern zu zeigen, was auf sie zukommt.” 12 Millionen Afghanen sind aufgerufen, die Wolesi Jirga – die Kammer des Volkes – zu wählen. Bei Anschlägen sind bisher mindestens sechs Kandidaten ums Leben gekommen. Insgesamt starben im Vorfeld der Wahlen mehr als 1000 Menschen.