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US-Präsident Bush übernimmt Verantwortung für Versagen nach Hurrican Katrina

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US-Präsident Bush übernimmt Verantwortung für Versagen nach Hurrican Katrina

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In einer Fernseh-Ansprache in New Orleans hat US-Präsident George W. Bush den Neuaufbau der Stadt versprochen. Bush übernahm die volle Verantwortung für den schleppenden und chaotischen Beginn der Hilfsmaßnahmen nach dem Hurrican Katrina.

Vier Jahre nach der erschreckenden Erfahrung des 11.September hätten die Amerikaner ein gutes Recht auf wirksamere Reaktionen in Zeiten des Notstandes. Bush wörtlich: “Wenn die amerikanische Regierung dieser Verpflichtung nicht nachkommt, bin ich als Präsident für das Problem verantwortlich, genauso wie für die Lösung.” Deshalb habe er sein ganzes Kabinett angewiesen, sich an einer umfassenden Überprüfung der Reaktion der Regierung zu beteiligen. Mit diesem Schuldbekenntnis reagierte Bush offenbar auf die drastischen Einbrüche in jüngsten Meinungsumfragen. Noch stehen Teile der Stadt, die bis zum Hurrican Katrina 450 000 Einwohner beherbergte, unter Wasser. Die Kosten eines Neuaufbaus werden auf umgerechnet mindestens 160 Milliarden Euro geschätzt. Nach einer Umfrage des Magazins Newsweek vom Wochenende billigen nur noch 38 Prozent der Amerikaner Bush`s Amtsführung. 52 Prozent der Befragten gaben an, sie bezweifelten seine Fähigkeit, in innen- wie aussenpolitischen Krisensituationen die richtigen Entscheidungen zu treffen.