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Historischer Urnengang in Afghanistan hat begonnen

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Historischer Urnengang in Afghanistan hat begonnen

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In Afghanistan haben die Wahllokale zu den ersten freien Parlamentswahlen seit fast vier Jahrzehnten geöffnet. Rund 12,5 Millionen Stimmberechtigte, unter ihnen Präsident Hamid Karsai, können unter rund 2.800 Kandidaten auswählen. Neben den Parlamentswahlen geht es auch um die Besetzung der Provinzräte.

Die Taliban haben zum Wahlboykott aufgerufen. Internationale Truppen und afghainische Soldaten sollen mit ihrer Präsenz den Urnengang sichern. Zahlreiche Wahlbeobachter aus dem In- und Ausland sollen für eine freie und faire Abstimmung sorgen. Erstmals treten bei den Wahlen auch Frauen an. Rund ein Viertel der 249 Parlamentssitze sind für Frauen reserviert. Die Vereinten Nationen forderten die Menschen in Afghanistan dazu auf, von ihrem Stimmrecht gebrauch zu machen und so wörtlich, “Geschichte zu schreiben”. Extremisten versuchten allerdings, die Bevölkerung durch Einschüchterungen und Anschläge vom Urnengang fern zu halten. So kam es im Vorfeld der Abstimmung zu erheblicher Gewalt. Zuletzt töteten Unbekannte in der Hauptstadt Kabul drei Polizisten.