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Nach Deutschland-Wahl: Wochen der Unklarheit vor neuer Regierungsbildung

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Nach Deutschland-Wahl: Wochen der Unklarheit vor neuer Regierungsbildung

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Am Tag nach der deutschen Bundeswahl haben beide große Volksparteien den Willen zur Regierungsbildung bekräftigt.

Sowohl die regierenden Sozialdemokraten als auch die oppositionellen Christ- Demokraten konnten bei der Abstimmung am Sonntag keine klare Mehrheit erzielen. Beide Seiten feiern ihren Sieg – wer nun die Regierungsverantwortung übernimmt bleibt vorerst unklar. Die nackten Zahlen sprechen für die Christdemokraten von Angela Merkel, doch ist der Vorsprung ihrer Partei deutlich geringer als erwartet. Die CDU/CSU kommt im neuen deutschen Bundestag auf 225 Mandate, die Sozialdemokraten des amtierenden Bundeskanzlers Gerhard Schröder auf 222. Zum ersten Mal seit 1949 erreichen damit beide große Volksparteien zusammen unter 70 Prozent. Die Verwirrung im Land ist groß – und die Lage könnte sich weiter zuspitzen. Im Wahlbezirk Dresden I wird am 2.Oktober nachgewählt, nachdem eine Direktkandidatin verstorben war. 219.000 Bürger werden erst noch wählen.