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Brüssel ergreift weitere Maßnahmen gegen Luftverschmutzung

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Brüssel ergreift weitere Maßnahmen gegen Luftverschmutzung

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Mit einer neuen Strategie wollen Umweltkommissar Stavros Dimas und seine Vorgängerin Margot Wallström, heute Kommissions-Vizepräsidentin, gegen Europas Luftverschmutzung angehen. Bei Vorstellung des Programms maßen sie symbolisch, welche Schadstoffe sie allein in Brüssels Zentrum einatmen.

Luftverschmutzung ist in der EU jährlich für fast 400.000 vorzeitige Todesfälle verantwortlich. Bis 2020 will die Kommission diese Zahl beinahe halbieren: mit der Zusammenfassung der Gesetze zur Luftqualität in einer einzigen, gestrafften Richtlinie, mit neuen Feinstaub-Obergrenzen für belastete Regionen und erstmals mit der Verpflichtung für die EU-Staaten, die Feinstaubkonzentration zu verringern. Allerdings sieht die Kommission nach Einwänden aus der Industrie einen mehrjährigen Aufschub für die Umsetzung der geltenden, umstrittenen Feinstaub-Richtlinie vor – was ihr prompt Kritik vom deutschen Umweltministerium eintrug.