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Irak und Großbritannien bestreiten diplomatische Spannungen

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Irak und Großbritannien bestreiten diplomatische Spannungen

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Die Unruhen nach der gewaltsamen Befreiung von zwei britischen Soldaten am Montag in der südirakischen Stadt Basra haben die Beziehungen zwischen beiden Ländern nicht gestört. Dies erklärte der irakische Ministerpräsident Ibrahim Al-Dschafari nach einer Unterredung mit Großbritanniens Verteidigungsminister John Reid.

Reid sagte: “Wir werden nun nicht fortlaufen und unsere Aufgaben halberledigt zurücklassen. Wir stehen fest an der Seite des Irak und sind ein guter Freund, nicht nur ein Schön-Wetter-Freund.” Unterdessen demonstrierten mehrere hundert Iraker in Basra gegen angebliche Willkür der britischen Besatzungstruppen. Sie forderten von Großbritannien eine Entschuldigung und die Verurteilung von Mitgliedern einer Spezialeinheit. Die Kundgebung verlief friedlich. Auslöser der Proteste war die gewaltsame Befreiung von zwei britischen Soldaten, die nach einem Schusswechsel mit irakischen Polizisten festgenommen und später von ihren Kameraden aus einem Nebenbau des örtlichen Gefängnisses befreit worden waren. Der Vorfall löste neben großer Empörung gewalttätige Übergriffe auf britische Soldaten aus. Zwei Soldaten wurden verletzt.