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IWF: Weltwirtschaft bleibt robust - aber Risiken durch hohen Ölpreis

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IWF: Weltwirtschaft bleibt robust - aber Risiken durch hohen Ölpreis

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Der Internationale Währungsfonds rechnet trotz der hohen Ölpreise mit einem robusten Wachstum der Weltwirtschaft. In diesem Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt global um 4,3 Prozent wachsen, ebenso 2006, heißt es in dem in Washington vorgestellten Konjunkturbericht.

Zugleich schraubte der IWF seine Prognosen für zahlreiche Länder zurück, wie Chefvolkswirt Raghuram Rajan erklärte. Eine Ausnahme bildete dabei Japan. Die USA und die Eurozone dagegen müssen demnach zum Teil deutliche Einbußen hinnehmen. In der Prognose 2006 sackte kein Land der Welt so stark ab wie Deutschland. Der IWF erwartet nur noch 1,2 Prozent Wachstum und korrigierte seine Schätzung vom Frühjahr um 0,7 Punkte drastisch nach unten. Damit wäre Deutschland Schlusslicht unter den großen Industrieländern. IWF-Chefökonom Rajan lobte indes den begonnenen Reformweg. Diesen müsse auch die künftige Berliner Regierung fortsetzen. Ein erhebliches Risiko für die Weltwirtschaft sei der hohe Ölpreis. Der IWF forderte mehr Transparenz auf den Ölmärkten, um Preisspekulationen den Boden zu entziehen.