Eilmeldung

Eilmeldung

Spannendes EU-Referendum bei Eidgenossen

Sie lesen gerade:

Spannendes EU-Referendum bei Eidgenossen

Schriftgrösse Aa Aa

Zwei Tage vor einem Referendum über die Personenfreizügigkeit gegenüber den zehn neuen EU-Mitgliedsstaaten liegen Befürworter und Gegner in Umfragen fast gleichauf. Bei der Abstimmung geht es vor allem darum, den Schweizer Arbeitsmarkt für die Bürger der zehn neuen EU-Mitgliedsstaaten zu öffnen. Während die vom Export in die EU abhängige Wirtschaft eine Öffnung befürwortet, befürchten viele Bürger eine Überfremdung und Probleme auf dem Arbeitsmarkt. Oskar Freysinger von der Schweizerischen Volkspartei lehnt das am 1. Juni in Kraft getretene Abkommen über Personenfreizügigkeit mit der EU ab. Das Land würde jegliche Kontrolle über die Einwanderung verlieren und der Schweizer Arbeitsmarkt wäre nicht mehr geschützt.

Die Hälfte der Schweizer befürworten dagegen nach jüngsten Umfragen das Abkommen mit der EU. 38 Prozent der Wahlberechtigen lehnen es ab. 12 Prozent sind noch unentschieden. Das Referendum wird in einem Klima sozialer und wirtschaftlicher Verunsicherung abgehalten. “Sie sollen ruhig kommen,” sagt ein Schweizer. “Wenn es Arbeit gibt, werden sie eine finden, wenn nicht, gehen sie zurück. Ich bin dafür.” Trotzdem wird ein knappes Ergebnis befürchtet. Die Angst vor dem “polnischen Klempner”, der Schweizer Arbeitnehmern den Job streitig macht, könnte bei vielen noch unentschiedenen Wählern überwiegen.