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Urteile im Madrider Al-Kaida-Prozeß: Haftstrafen bis zu 27 Jahren

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Urteile im Madrider Al-Kaida-Prozeß: Haftstrafen bis zu 27 Jahren

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Im europaweit bislang größten Prozess gegen das Al-Kaida-Netzwerk sind in Spanien die Urteile gesprochen worden.

18 der insgesamt 24 Angeklagten wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt, die übrigen wurden freigesprochen. Das Madrider Gericht sah es als erwiesen an, dass der Hauptangeklagte Abu Dahdah an der Vorbereitung der Anschläge vom 11.September 2001 in den USA beteiligt war. Das Strafmaß für ihn: 27 Jahre Haft.Die weiteren Haftstrafen fielen zwischen sechs und elf Jahren aus. Beobachter werten die Urteile dennoch als Niederlage für die Staatsanwalt- schaft, die wesentlich höhere Strafen gefordert hatte, für den Hauptangeklagten etwa bis zu 74.000 Jahren. Ein arabischer Nachrichtensender sprach von einem schwarzen Tag für die Rechtsstaatlichkeit. Spanien habe mit dem Verfahren alle international gültigen Normen verletzt. Nicht zuletzt auch zu sieben Jahren Haft wegen Mithilfe verurteilt wurde ein ex-Angestellter des Nachrichtensenders, der syrische Journalist Taisir Alluni.