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Cindy Sheehan, die kämpferische Soldatenmutter

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Cindy Sheehan, die kämpferische Soldatenmutter

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Es gibt wieder Anti-Kriegs-Demonstrationen in den USA. Diese Bilder stammen vom vergangenen Wochenende. Unter den Tausenden, die jeden anderen Politiker als Präsident wollen, nur nicht Bush, ist auch die Soldatenmutter Cindy Sheehan. Ihr Sohn war nur 24 Jahre alt geworden.

Den ganzen heißen texanischen Sommer über hat sie an der Zufahrtsstraße zur Präsidentenranch ausgeharrt. Und sie hat immer mehr Anhänger gefunden. Die “peace Mom”, wie sie die amerikanische Presse inzwischen nennt, hat in diesem Sommer First Lady Laura Bush und Außenministerin Condoleezza Rice an Popularität übertroffen. Sie zeigt Fotos ihres Sohnes und sagt: “Er wurde von Bush ermordet, von dessen verrückter arroganter Außenpolitik. Dies ist Casey mit 7 Monaten. Ich frage den Präsidenten: Wofür starb mein Sohn?” Mit der Zahl der in Zinksärgen heimkehrenden jungen Soldaten ist auch in den USA die Zahl der Kriegsgegner gestiegen. Knapp 2.000 im Irak Gefallene verzeichnen die US-Streitkräfte bisher. Wie sich die eigenen Verluste auf die öffentliche Meinung auswirken, ist leicht abzulesen. Im Juni 2005 sprachen sich 53 Prozent der befragten US-Bürger gegen den Irak-Krieg aus – und 41 Prozent waren dafür, die eigenen Truppen sofort abzuziehen. Nach dem Versagen des Heimatschutzes beim Hurrikan Katrina stieg der Anteil der Kriegsgegner auf 67 Prozent und 63 Prozent wollten sofort die Truppen heimholen. Der Hurrikan Katrina mit seinen Fluten hat viel von der Popularität des Präsidenten weggespült. Dazu kommt nun der sogenannte “Cindy-Faktor” mit 1.600 Solidaritätsaktionen für die kämpferische Soldatenmutter.