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Nichts geht mehr: Im Hafen von Marseille streiken die Seeleute

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Nichts geht mehr: Im Hafen von Marseille streiken die Seeleute

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In Marseille dauert der Streik der Seeleute an. Etwa 40 Schiffe blieben an diesem Dienstag im Hafen der südfranzösischen Stadt liegen. Betroffen davon war sowohl der Fracht- als auch der Personenverkehr. In der Nacht zuvor hatten wütende Arbeiter den größten Hafen Frankreichs blockiert und Fahrzeuge in Brand gesteckt. Die Polizei nahm zwei Männer fest. Die Gewerkschaft CGT hatte zu der Arbeitsniederlegung aufgerufen.

Sie wehrt sich gegen die Privatisierung der staatlichen Korsika-Fähren-Gesellschaft SNCM und den damit einhergehenden Stellenabbau. Die wütenden Arbeiter sagten, sie würden kämpfen und ihren Arbeitsplatz bis zum Schluss verteidigen, und wenn sie die Boote versenken müssten. Doch zugleich bekräftigten sie: sie seien alles andere als Kriminelle. Die stark defizitäre Reederei SNCM soll an den französischen Investmentfonds Butler Capital Partners verkauft werden. Die Regierung in Paris signalisierte dafür bereits ihre Zustimmung. Dem Sozialplan zufolge würden dann bis zu 400 Arbeitsplätze abgebaut werden.