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Israelische Offensive gegen radikale Palästinenser geht weiter

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Israelische Offensive gegen radikale Palästinenser geht weiter

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Die israelische Armee hat auch in der vergangenen Nacht ihre Offensive gegen radikale Palästinensergruppen fortgesetzt. Kampfhubschrauber beschossen mehrere Ziele in Gaza-Stadt, darunter Einrichtungen der regierenden Fatah-Organisation und der radikalen Volksfront zur Befreiung Palästinas. Zeitweise fiel in der Stadt der Strom aus.

Zuvor hatten mehrere militante Palästinensergruppen, darunter die Hamas und die Fatah, bei einem Treffen zugesichert, den Waffenstillstand mit Israel künftig gemeinsam einzuhalten. Zur Zeit des Treffens ging jedoch erneut eine palästinensische Rakete auf israelischem Gebiet nieder. Und die Hamas übernahm die Verantwortung für den Mord an einem entführten Israeli: Die Organisation veröffentlichte eine Videoaufnahme mit dem 50jährigen Sasson Nuriel, der vergangene Woche entführt worden war. Gestern war bei Ramallah seine Leiche gefunden worden. Unterdessen macht sich die israelische Armee bereit, erneut im Gazastreifen einzuschreiten. Verteidigungsminister Shaul Mofaz sagte bei einem Truppenbesuch an der Grenze zu dem Territorium, man werde die Hamas-Führung dorthin jagen, wohin man andere Hamas-Führer geschickt habe, die von Israel gezielt getötet worden waren. Das für den 2.Oktober angesetzte Treffen des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon mit dem palästinensischen Regierungschef Mahmoud Abbas wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.