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Neuer Ansturm von Flüchtlingen auf spanische Nordafrika-Exklave

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Neuer Ansturm von Flüchtlingen auf spanische Nordafrika-Exklave

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Mit dem Ruf nach Freiheit haben Demonstranten in der spanischen Nordafrika-Exklave Melilla ihre Solidarität mit afrikanischen Flüchtlingen bekundet. In der vergangenen Nacht war es erneut zu einem Sturm auf die Grenzanlagen gekommen. Diesmal versuchten rund eintausend Afrikaner, von Marokko aus auf das spanische Territorium zu gelangen. Etwa dreihundert von ihnen konnten die Grenzanlagen überwinden; einige wurden dabei verletzt. Mit selbst gebastelten Leitern kletterten sie über den doppelten Sperrzaun – an einer Stelle, an der er noch nicht von drei auf sechs Meter Höhe aufgestockt worden war. Das 12 qkm große Territorium an der Südküste des Mittelmeers ist seit Ende des fünfzehnten Jahrhunderts in spanischem Besitz. Schon in der Nacht zum Dienstag hatte es hier einen ähnlichen Massenansturm gegeben. Das Aufnahmelager für illegale Zuwanderer in Melilla ist völlig überfüllt. Marokko erklärte, es sei durch den Ansturm afrikanischer Migranten überfordert. Die Regierungschefs von Spanien und Marokko wollen bei ihrem Treffen in Sevilla am Donnerstag über das Problem beraten.