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Mehrere Tote bei neuem Ansturm von Flüchtlingen auf spanische Grenze

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Mehrere Tote bei neuem Ansturm von Flüchtlingen auf spanische Grenze

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Nach dem gestrigen Sturm von rund eintausend afrikanischen Flüchtligen auf die spanische Nordafrika-Exklave Melilla haben in der vergangenen Nacht hunderte von Menschen versucht, in die zweite Exklave Ceuta zu gelangen. Nach Angaben der Behörden kamen dabei vier Menschen ums Leben; mindestens vierzig sollen verletzt worden sein. Ceuta liegt auf afrikanischer Seite an der Meerenge von Gibraltar. Bei derweiter östlich gelegenen Exklave Melilla kam es bereits in der Nacht zum Dienstag und erneut in der folgenden Nacht zum Sturm auf die Grenzanlagen. Danach zogen Demonstranten durch die Straßen von Melilla und bekundeten ihre Solidarität mit den afrikanischen Migranten. Etwa dreihundert von ihnen war es am Mittwoch gelungen, den doppelten Sperrzaun zu überwinden. Das Aufnahmelager für illegale Zuwanderer in Melilla ist völlig überfüllt. Spanien verlangt von Marokko, den Zustrom zu unterbinden, doch in Rabat heißt es, das Land sei mit dem Problem überfordert. Die Regierungschefs von Spanien und Marokko wollen heute in Sevilla zu einem Gipfeltreffen zusammenkommen. Nach Ansicht Marokkos soll die EU helfen, Auffanglager zu errichten und illegale Zuwanderer abzuschieben.