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Nach jüngstem Ansturm auf Melilla beraten Spanien und Marroko über Immigration

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Nach jüngstem Ansturm auf Melilla beraten Spanien und Marroko über Immigration

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Das heutige spanisch-marrokanische Gipfeltreffen steht im Zeichen des Problems illegaler Einwanderung.

Die Zusammenarbeit beider Länder in der Frage ist bereits Realität, dennoch bestehen Differenzen, die die Kooperation erschweren. Die jüngsten Ereignisse an der Grenze zwischen Marroko und der in Afrika gelegenen spanischen Exklave Melilla haben die spanische Regierung bereits zum Handeln veranlasst. In nur 48 Stunden hatten über 1000 Menschen aus verschiedenen Staaten Schwarz- Afrikas versucht, auf Leitern den doppelten Grenzzaun zu überwinden – an einer Stelle, wo die Sperranlage noch nicht erhöht wurde. Über 200 Illegalen gelang dies, sie befinden sich nun in spanischen Auffanglagern. Entlang der Grenze sollen die Zäune nun auf eine Einheitshöhe von sechs Metern gebracht werden. Marroko verlangt von Spanien und anderen EU-Ländern Rückführabkommen mit denHerkunftsländern der Einwanderer abzuschließen. Melilla ist in den Beziehungen zwischen Madrid und Rabat nicht zuletzt auch allgemein ein heikles Thema – Marokko erhebt Ansprüche auf die spanische Exklave.